
Ângela Rô Rô
Liebe, Poesie und sechs Löffel Durcheinander
Die Idee für das Interview entstand in Deutschland, anlässlich
eines Specials über Ângela Rô Rô in der Sendung
»Radar Brasil« auf Radio Darmstadt. Eigentlich hätte das Interview
im Karneval stattfinden sollen, doch das wäre zuviel verlangt gewesen
von allen Institutionen des Profanen, dass sie uns die ehrwürdigste
Ângela Rô Rô inmitten des rauschenden Rio für einen
ruhigen Plausch ohne Exzesse zur Verfügung stellten. Nun gut, Mangueira
hat gewonnen und wenige Tage danach öffnete uns die Sängerin noch
einmal ihr Herz, auf die ihr eigene Art, über die guten Dinge des Lebens
zu sprechen.
Felipe Tadeu
Das Album »Acertei no Milênio« war eine deiner von der Kritik
am meisten gelobten Arbeiten. Sind viele Konzerte dabei herausgesprungen?
Und hat der Verkauf die dreißigtausend-Exemplare-Marke übersprungen?
Rô Rô Ich habe seit vergangenem Jahr viel mit dieser
Platte gearbeitet. Die Leute haben mich sehr gut aufgenommen, sogar noch
bevor die Platte in die Läden kam, und schließlich habe ich den
Prêmio APCA (Preis der Kunstkritikervereinigung São Paulos)
gewonnen. Den Journalisten hat meine Arbeit als Komponistin gefallen, ich
hatte lange nichts mehr vorgelegt, und plötzlich war ich da, mit einer
Menge Stücke, darunter neun unveröffentlichten. Die »Acertei
no Milênio« ist immer noch ziemlich lebendig, erst recht im Moment,
dank Euclides Marinho. Mit ihm verbindet mich eine dreißig Jahre alte
Freundschaft, er begegnete mir wieder im vergangenen Jahr auf einem super
Konzert, das Marisa Monte hier in Rio am Strand gab. Wir hatten uns ewig
nicht gesehen, und ich bat ihn um eine Art Talisman, um meine Wünsche
als Frau zu erfüllen. Und er hat erreicht, dass in einer Telenovela
mit Fernanda Montenegro Hintergrundmusik von mir eingespielt wurde, und in
diesen Riffs, die sie zwischen den Kapiteln, am Anfang und am Ende der
Sendung spielen. Das hat der Platte noch zusätzlichen Luft verschafft.
Aber was die Verkaufszahlen angeht, weiß ich nicht, weil ich nicht
nachzähle. Ich muss der Plattenfirma vertrauen, verstehst du?
FT Aber du bist bei einem prima Label (Jam Music, das der
Sängerin Jane Duboc und Paulo Amorim gehört).
Rô Rô Sicher, das wollte ich gerade sagen. Was
die Jane Duboc angeht wenn ich ein Kind hätte, würde ich
es ihr geben, damit sie es aufzieht. Ich würde es nur zur Welt bringen.
Aber es hilft nichts, ich darf das nicht vermischen. Plattenfirma ist
Plattenfirma, nicht Jane Duboc, das ist eine andere Sache. Selbst wenn die
Firma mir gehörte
ach nee, da würde ich richtig zocken,
ich würde das Geschäft schon ankurbeln. Naja, dadurch, dass es
in der Novela ist, gab es einen wahnsinnigen kommerziellen Schub für
»Acertei no Milênio«.
FT Also hast Du deine Schwelle der dreißigtausend verkauften
CDs überstiegen?
Rô Rô Es gibt keine Schwelle, nein
Ach diese
Schwellen
Schau mal, eins sage ich dir: Sandeimer, diese Scheiß
Eimerchen, mit denen die Kinder am Strand spielen, die 99 centavos kosten,
die haben Seriennummern. Schallplatten nicht! Und nun, Vincent? Ohr abschneiden,
um das Absurde nicht hören zu müssen, wie der Van Gogh? Ruf bitte
nicht Gauguin.
Ich habe immer wenig verkauft im Vergleich zu vielen anderen, aber vor ein
paar Jahren habe ich erfahren, dass Caetano Veloso auch kaum mehr verkaufte
als ich im Durchschnitt, als ich bei Polygram war, und das hat mich erschreckt.
Ist es zu glauben? Aber nun richte ich mein Augenmerk schon auf die Abfolge
von Arbeit, ihrer Verbreitung, ihrem Erlös, den Profit, »dindim«
(Geld in der brasilianischen Umgangssprache), das ich liebe und mit
Löffeln fressen könnte. Geld, money, das grüne, verstehst
du. Ich ticke schon anders als früher, denn ich habe auf sowas nie geachtet.
Aber jetzt bin ich ganz scharf darauf, um dieses Buch finanzieren zu
können.
FT Welches Buch, dieses »Almanaque da Ângela Rô
Rô«, mit Witzen, Gedichten und Orgasmusanleitungen, das du vor
einiger Zeit schreiben wolltest?
Rô Rô Genau das. Im Jahr 2002 habe ich nur eins
zu sagen: Halt dich fest Paulo Coelho. 2003 sage ich: Hier bin ich Paulo
Coelho, und 2004, hab ich es nicht gesagt, Paulo Coelho? Die Zeit läuft,
und ich versuche wirklich ein neues Publikum zu erobern. Ich habe schon gesehen,
dass das geht, es kann klappen, denn es ist ein natürlicher Keim in
all diesem. Diesen Keim muss ich nur nutzen und gut pflegen.
FT Du hattest auch ein Projekt, auf einem Album Ataulfo Alves,
Pixinguinha und Cole Porter zu mischen
Rô Rô Ja, Samba & Jazz, das wäre der Titel.
Es wird eine Platte mit so sechzehn Liedern, davon acht super Jazz und sieben
oder acht andere Straßensamba. Es ist ein Projekt, das, wenn es so
rauskäme, eine Reihe von drei Platten ergeben könnte, Ângela
Rô Rô singt Samba & Jazz. Aber davor muss ich noch eine Platte
mit Jam Music machen, eine Karriere-CD, ohne Kapriolen außer den ganz
normalen einer vertraglich vereinbarten CD. Wenn ich jetzt ins Studio ginge,
würde ich eine Hommage an Cássia Eller machen, an Caju (Spitzname
des brasilianischen Rocksängers und Komponisten Cazuza), Herbert Vianna
und vielleicht einen alten Chico (Buarque) aufnehmen. Samba & Jazz dagegen
ist ein Projekt, das ein bisschen Unterstützung braucht, ein
größeres Interesse von irgendwem. Es würde ein Album nur
mit Klassikern werden, eine Platte, die sich sehr gut verkaufen würde,
wenn sie einige Zeit lang im Fernsehen angekündigt würde. Ich war
zum Beispiel schon bei Som Livre (Dem Plattenlabel des TV-Senders Globo)
und hatte das Vergnügen, mindestens einen Monat lang zur besten Sendezeit,
vor der Acht-Uhr-Telenovela Reklame für meine Platte zu haben. Ich war
begeistert. Sowas ist eine totsichere Sache für ein solches Projekt.
Die Platte hat alles, um kommerziell zu sein, denn es werden ungeheuer bekannte
Sambas sein und ein paar schön eingängige Jazz-Stücke. Aber
das muss noch überlegt werden, denn das Wahrscheinlichste ist, dass
ich dieses Jahr noch von »Acertei no Milênio« leben, aus
der Platte das beste herausholen werde und mich noch mehr in Fernsehprogrammen
zu präsentieren versuche, die gute Zuschauerzahlen haben. Etwas, was
ich noch nicht genug gemacht habe, um mein Bedürfnis nach Exhibition,
nach live Reden und Singen stillen zu können. Live Singen. Wow! Das
ist geil, nicht wahr?
FT Spielst du mit dem Gedanken, im Ausland aufzutreten, Deine
Arbeit da draußen bekannt zu machen?
Rô Rô Nein, ich bin weder in der NATO, noch in
der OPEC, ich bin keine Söldnerin der Fremdenlegion in Algerien. Quatsch.
Nein, ich weiß nicht, man kommt immer näher an die Grenzen ran,
aber jetzt ist wieder alles kompliziert, wegen dem Bekloppten, der seine
durchgeknallten Freunde losgelassen hat, um anderen die Boeings zu klauen
und hohe Gebäude umzufliegen. Diese Umstellung des Euro in dieser
komplizierten Situation da im Orient, wo diese Brüder herkommen, das
ist alles ziemlich durcheinander. Für mich gibt es keine Grenzen. Ich
erzähle auf der Straße rum und alle lachen, weil sie denken,
es sei ein Witz, aber es stimmt dass ich nach New York will, jetzt.
Genau jetzt. Ich war noch nie in den Vereinigten Staaten. Mein Slogan ist
und war, »Besuche die Welt, solange es sie gibt!«. Mein Reisepass
ist nagelneu, offen für alle Grenzen.
FT Nur wenige wissen, dass eines deiner ersten erfolgreichen
Konzerte auf dem Festival von Saquarema war, 1976, auf diesem Surf- und
Rock-Event von Nelson Motta. Was hast du für Erinnerungen daran?
Rô Rô Ach das war sehr lustig, wirklich sehr. Die
Leute, die hier aus Rio da hin kamen, alles. Es war sehr lustig, dass ich
im Haus meiner Mutter bleiben konnte, dort in Saquarema. Da war Nelsinho
Motta mit Kisten voller Likör und Rosé in einem Hotel, das es
heute nicht mehr gibt, direkt am See. Ich erinnere mich an einen Mantel,
einen gigantischen Paillettenmantel von Rita Lee, den sie gemeinsam mit einer
Orientalin stickte, mit der sie zusammenarbeitete. Raul Seixas, Ezequiel
Neves, bekannter unter seinem alter ego aus made in Brazil, Zeca Jagger.
Ezequiel lief eingehüllt in Klamotten herum, er sah aus wie Isadora
Duncan. Und ich, wunnnnnnderschön. Aber vor Saquarema gab es in São
Paulo noch ein Kultkonzert, 1969, das war Wahnsinn, mit Sérgio Bandeira,
der schon gestorben ist, frei von allen und in der Sehnsucht aller. Er und
ich haben damals eine Zeit gemeinsam mit Mônica Lisboa umd Judy Spencer
verbracht, die ihrerseits die ersten Agentinnen von Rita Lee und Gal Costa
waren, und diese Leute haben mich mit Sérgio und seinen Musikerfreunden
da in ein Theater gesteckt, das es nicht mehr gibt, ich glaube das Theater
liegt in Koma! Dieses Konzert war für mich sensationell. Auf dem Festival
von Saquarema war ich 26, die Schneiderin, meine Mutter half mir, ein
Kostüm zu nähen, kaufte ein glänzendes, weinrotes Ding, ein
paar Sandalen mit silbernen Plateaus hatte ich aus London mitgebracht, riesig,
ich weiß nicht, wie ich da nicht herunterstürzte. Andererseits,
ich bin ständig hingefallen, hab alles kaputt gemacht.
FT Und wer war deine Band?
Rô Rô Meine Band, mein Christus-der-Erlöser,
meine Band, du glaubst es nicht, ich erinnere mich an die backing
vocals, als sei es heute gewesen! Fantastisch, mit Maria Silva, Theater-
und Fernsehschauspielerin, die noch nie gesungen hatte, aber ich sagte, Maria
Silva, halt die Klappe, mach das. Da war Sandra Pêra, wunderbar und
Zé da Gaita. Und auch eine Menge durchgeknallte, die spielten,
Danilo Gordo, high, klaute alles was ihm an Mikrofonen begegnete. Wenn man
ihn gelassen hätte, hätte Danilo sie mit Ständer, Kabel, PA
und alles mitgenommen. Bei dem Konzert habe ich ein paar meiner Sachen gespielt,
die niemand kannte, nun, es war ein lustiger Auftritt.
FT Nelson Motta schreibt in seinem Buch (Noites Tropicais,
Objetiva, 2000), dass dieses Festival »Som, Sol e Surf« gefilmt
wurde. Hast du je davon etwas sehen können?
Rô Rô Nein, nie. Weißt du, ich hab nicht
einmal dieses Buch von Nelson.
FT Noites Tropicais ist ziemlich gut, und er spricht
sehr freundlich über dich.
Rô Rô Nein, ich bin auch Fan von Nelsinho und ich
werde ihn um das Buch bitten, ich bin ziemlich faul, ich bitte die Leute
immer um ihre Bücher. Vielleicht ist es eine Gelegenheit, ihn am Hauseingang
abzufangen, wenn er rausgeht zum cooper, und dann schnappe ich ihn
mir und greife das Buch ab.
FT Lass uns über deine Platten reden, Rô Rô.
Von den neun Alben, die du bis jetzt aufgenommen hast, sind erst vier auf
CD herausgekommen, doch es scheint, dass es 2002 noch ein paar gute
Wiederveröffentlichungen geben wird. Kannst du schon verraten, was?
Rô Rô Also, die meisten meiner Platten sind bei
Universal, der ehemaligen Polygram. Ich kenne viele Sampler auf CD, aber
ich weiß nicht einmal genau, welche Alben noch nicht auf CD erschienen
sind. Die Plattenfirmen lieben es, das Repertoire der Künstler in den
verschiedensten Zusammenstellungen zu verwursten, damit die Leute alles kaufen.
FT Der Gitarrist Victor Biglione hat eine Platte mit Cássia
Eller aufgenommen, die noch unveröffentlicht ist, und auf der die beide
einige klassische Blues-Stücke interpretieren. Später hat Victor
der Presse erklärt, dass er, bevor er Cássia Eller dazu eingeladen
hat, an Dich gedacht habe. Hättest du seine Bitte angenommen?
Rô Rô Ja, das ist nur nicht zustandegekommen, weil
ich damals schon nicht mehr zur Polygram gehörte, und die Plattenfirma
Wert darauf legte, dass es jemand von ihnen sein sollte. Cássia Eller
erfüllte alle Voraussetzungen, auch weil sie damals tierisch erfolgreich
zu werden begann. Ich hatte mich sogar schon auf dieses Projekt mit Victor
vorbereitet. Er hatte mir sogar schon zwei Blues geschickt.
FT In deiner Geschichte gibt es ab und an eine Verbindung zu
Cássia Eller. Du hast es mal abgelehnt »Malandragem«
aufzunehmen, das Stück von Cazuza und Frejat, mit dem Cássia
ihren größten Erfolg hatte. Cazuza ist ja eingeschnappt gewesen,
weil du das Stück nicht gesungen hast, das er für dich geschrieben
hatte, stimmts?
Rô Rô Schau mal, ich will ehrlich zu dir sein,
ich hab da keine Hemmungen mehr. Ich habe in meinem Leben schon so viele
Peinlichkeiten hinter mir, so viele Fettnäpfchen, dass ich nicht mehr
weiß, wo ich mich verstecken soll. Bis heute habe ich es vermieden,
es irgendwelchen Leuten zu erzählen, auch nicht irgendwelchen freundlich
gesonnenen Kolloquien oder Journalisten. Mit »Malandragem« ist
folgendes passiert: Eines tages rief ich Frejat an und sagte ihm, ich würde
das Stück nicht aufnehmen. Ich bat ihn, dem Cazuza zu sagen, oder dem
Ezequiel (Neves, Journalist und Produzent), dass ich die Musik wunderbar
gefunden hätte, ganz wunderschön, aber ich würde niemals singen,
dass ich »still um die Ecken bete, weil ich ein schlechtes Mädchen
bin« (»Textstellen aus Malandragem«). Ich trage keine
Dreiviertelstrümpfe, das ist Schwachsinn, ich habe nichts verstanden,
Verzeihung. Da hat mich Cazuza angerufen, sauer, betrunken, er wußte
bereits, dass er (Aids) krank war, total zu, aber fies wie sonstwas,
und sagte: Ich komm jetzt zu dir, du hast keine Ahnung, du bist noch nicht
reif! Und ich hab ihn angeschissen, denn ich sah in ihm meinen jüngeren
Bruder. Ständig sagte ich den Leuten, dass er mich nur imitierte, aber
es ihm nicht gelänge. Und da sagte er, er käme her, dass ich
reaktionär sei, und dann sagte er, weißt du was? Ich werde
»Malandragem« von Zizi Possi singen lassen! Ich hab es bisher nicht
erzählt, aus Blödsinn, weil ich Zizi da rauslassen wollte, aber
das ist die Wahrheit. Das letzte Mittel, das er einsetzte, damit ich
»Malandragem« singe, war, dass er das Lied Zizi Possi geben wollte.
FT Cássia Eller hat auch auf einem deiner Konzerte im
vergangenen Jahr mitgespielt, im Teatro Rival in Rio de Janeiro. Gibt es
irgendwelche Aufnahmen von diesem Abend?
Rô Rô Nein, gibt es nicht. Sie sah wirklich aus
wie ein Mädchen, in kurzen Hosen. Und dann kam sie an und knabberte
an
sie knabberte an meiner Möse, so, über den Klamotten,
zog an meiner Hose, am Hosenboden, während ich »Malandragem«
sang. Ich schaute sie die ganze Zeit an und bat um Hilfe, denn ich konnte
den Text nicht, und sie kommt an und macht sowas mit mir, knabbert an meiner
Möse. Die Leute haben getobt. Doch als sie dann ihr Solo sang, dachte
ich mir, jetzt bin ich dran. Ich bin hin und hab dasselbe mit ihr gemacht
(hahaha). Ich dachte mir, jetzt bin ich dran, ihren bebop zu stören.
Im März habe ich ein paar Konzerte in São Paulo gegeben, mit
einer Hommage an Cássia Eller.
FT Mit Stücken aus ihrem Repertoire?
Rô Rô Ja, Lucimara Martins, die schon seit ihrer
Jugend meine Agentin ist, bringt mich ins Bourbon Street und dann ins Sesc
von Santos, und die Leute meinten, ich sollte ein paar Stücke von
Cássia in meine Show zwängen, als Hommage. Das Konzert selbst
war »Acertei no Milênio mit den krassikern von Creuza und
einigen fantastischen Sachen von Cássia.
FT Zum Beispiel?
Rô Rô Zum Beispiel »Lanterna dos Afogados«,
die besagte »Malandragem«, und »Satisfaction«,
das Cássia zusammen mit Edson Cordeiro interpretiert hat, und ein
kurzes Jimi Hendrix-Zitat, denn den hat sie ja auch gespielt. Mensch, und
auch das mit »palavras, palavras« spielen (singt Ausschnitte aus
»Palavras ao Vento« von Marisa Monte und Moraes Moreira, das
Cássia Eller auf ihrer vorletzten Platte spielt). Das, weil es meine
romantische Seite berührt.
Felipe Tadeu
brasilkult@aol.com
Mit besonderem Dank an Gustavo und Adriana Matos.
Übersetzung: Michael Kegler |
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Felipe
Tadeu, 39,
ist Journalist und auf brasilianische Musik spezialisiert
und produziert für Radio Darmstadt das Programm Radar Brasil.
Er lebt seit 1991 in Deutschland und ist auch bekannt unter dem Pseudonym
DJ Fila.
email:
brasilkult@aol.com
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