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José Luís Peixoto:
Uma Casa na
Escuridão
Temas e Debates
251 páginas |
Dieses Buch lässt einem einen Schauer über den Rücken laufen.
Zum einen, weil es so unheimlich gut geschrieben ist, und zum anderen durch
sein merkwürdiges Szenario, das zunächst noch »realistisch«
erscheint, doch dann immer mehr zu einer Phantasiewelt wird, die jedoch
über ihren metaphorischen Gehalt umso brutaler auf die Wirklichkeit
verweist.
Klingt kompliziert, ist aber reine in Prosagestalt gegossene Poesie und handelt
von einem jugendlichen Autor, einem alten Gemäuer, in denen unzählige
Katzen die Räume bevölkern, einer geliebten Frau, die nur in der
Vorstellung ihres Autors existiert. Die ihn umgebende Welt ist eine von festen
Regeln dahindämmernde uralte Ordnung, es regnet meistens, und die Literatur
hat einen ganz besonderen Stellenwert. Menschen stehen Schlange nach
Büchern, und Verleger, können für nicht veröffentlichte
Werke im Gefängnis landen. Eine merkwürdige modrige Welt, in der
man als Leser vergeblich nach Anhaltspunkten einer negativen oder positiven
Utopie sucht.
Doch dann kommt die Invasion der Barbaren, die den Autor seiner Arme und
Beine berauben. Er wird nicht nur seiner Fähigkeit zu schreiben beraubt,
sondern auch all seiner Träume, seiner Liebe. Das Haus wird ein
Gefängnis verstümmelter, vergewaltigter, geschundener Menschen,
und der Autor wird zum harmlosen Spielzeug für eine Heerschar von
Invasoren-Kinder, deren Sprache niemand versteht. Und endlich, in diesen
Kindern steckt eine Hoffnung und in der Übersetzerin, die von
den Barbaren zur Kindergärtnerin degradiert, die Sprache und die Literatur
des Autors versteht...
Uma Casa na Escuridão ist ein schauriges Buch, das sich langsam liest
wie ein Gedicht (Parallel dazu ist ein Gedichtband mit dem Titel A Casa,
a Escuridão erschienen) und das eine ganz eigentümliche Balance
findet zwischen dem Ausdruck der Zärtlichkeit und Szenen unglaublicher
Brutalität und all die Dinge in unserer Seele anrühren, die uns
beunruhigen. Kein Zweifel, es ist auch eine Allegorie über das Ende
einer Zivilisation, die der unseren sehr ähnelt (und dann auch wieder
sehr anders ist). Doch das ist nicht die eigentliche Stärke dieses
erstaunlichen und unglaublich intensiven Romans.
-mk- |
Todos os livros apresentados na novacultura estão
disponíveis na Alemanha através do TFM-Centro do Livro e do
Disco de Língua portuguesa:
http://www.TFM-online.de |
José Luís Peixoto nasceu a 4 de Setembro de 1974
em Galveias, distrito de Portalegre, em Portugal. Desde cedo interessado
pela narração de histórias, mal aprendeu a ler tornou-se
sócio de uma biblioteca itinerante, na qual requisitava cinco livros
por mês. Aos dez anos leu o seu primeiro romance, o Esteiros,
de Soeiro Pereira Gomes, e aos catorze os sonetos de Florbela Espanca deram-lhe
impulso para escrever. Aos dezesseis anos descobriu o poeta Fernando Pessoa
e nesse mesmo ano publicou o seu primeiro poema na secção juvenil
do Jornal de Letras, de onde transitou para o DN Jovem, suplemento do
Diário de Notícias.
Depois de estudar no ensino superior em Lisboa, onde também
se formou em inglês e alemão, viveu dois anos em Coimbra, tendo-se
iniciado como professor. Enquanto escritor, é autor do livro de poesia
A Criança em Ruínas e dos títulos de prosa
Morreste-me e Nenhum Olhar, este agraciado em 2001
com o Prémio José Saramago. |
José Luís
Peixoto
na internet
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entrevistas:
mediabooks

literário
on-line
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Nenhum Olhar, 2000
A Criança em Ruínas (Poesia), 2001
morreste-me, 2002
A Casa, a Escuridão, 2002 |
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