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Luiz Alfredo Garcia-Roza:
Die Tote von Ipanema
Übersetzt von Karin von Schweder-Schreiner
Berliner Taschenbuch Verlag
315 Seiten
EUR 9,90
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Ein Krimi wie er im Buche steht, gewinnt in Rio de Janeiro offenbar stets
eine andere Dimension, als spielte er in Stockholm oder New York. Zumindest,
wenn er in der heutigen Zeit angesiedelt ist, in der das Konglomerat aus
Korruption und mafiöser Parallelstaatlichkeit längst aufgehört
hat lustig zu sein, auch wenn es just jetzt verstärkt zum Sujet
von Erfolgsfilmen und - Büchern wird.
Doch Luiz Alfredo Garcia Rozas Roman ergeht sich nicht in langer Sozialkritik
oder -analyse. Sie geschieht ganz en passant. Und wen wundert's: Als Psychologe
interessiert er sich eher für die Interieurs seiner Figuren. Die allerdings
sind nicht wesentlich aufgeräumter als die Straßen von Rio de
Janeiro bei Nacht.
Just in einer solchen torkelt der pensionierte Kommissar Vieira sturzbesoffen
aus einem Restaurant und verliert dabei seine Brieftasche. Am nächsten
Morgen wird seine Lebensgefährtin, eine ehemalige Prostituierte, erdrosselt
in ihrer Wohnung aufgefunden. Vieira erinnert sich an nichts, und ein Unbekannter
mischt die Unterwelt auf, indem er sich mit Vieiras Dienstausweis als Polizist
ausgibt.
Schlüsselfigur wird ein Straßenjunge, der zufällig neben
besagtem Restaurant in einem Pappkarton übernachtete, als die Brieftasche
verloren ging. Er könnte den mysteriösen Unbekannten wiedererkennen,
der sie »gefunden« hat. Doch er hat Angst vor der Polizei. Kurz
bevor es dann doch zu einem Treffen kommt, wird er mit zertrümmertem
Schädel am Strand gefunden.
Der ermittelnde Komissar Espinosa verfängt sich in den verwirrenden
Handlungssträngen und bringt sich selbst in Gefahr. Schließlich
ist sein Freund Vieira der Hauptverdächtige in diesem Fall und zugleich
sein wichtigster Verbündeter in einem Verwirrspiel, in dem die gesamte
soziale Skala der »wunderbaren Stadt« ins Blickfeld gerät.
Schnell wird klar, dass es um wesentlich mehr geht, als um einen einfachen
Mord an einer armen Prostituierten ...
-mk- |
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Luiz Alfredo Garcia Roza wurde 1936 in Rio de Janeiro geboren
und lehrte an der Universidae Federal über dreißig Jahre lang
Theorie der Psychoanalyse. Nach zahlreichen wissenschaftlichen
Veröffentlichungen wandte er sich der Kriminalliteratur zu und gewann
mit seinem Debüt O silêncio da chuva 1997 u.a. den Prémio
Jabuti. Die Tote von Ipanema (Originaltitel: Achados e Perdidos)
ist sein zweiter Roman aus dem Jahr 1998. Inzwischen erschienen bei Companhia
das Letras in São Paulo zwei weitere Romane.
Luiz Alfredo Garcia-Roza nasceu no Rio de Janeiro, em 1936, cidade onde
vive até hoje. Formado em filosofia e em psicologia, é
professor-titular da Universidade Federal do Rio de Janeiro (UFRJ) e coordenador
de um programa de pós-graduação em teoria
psicanalítica. Escreveu oito livros sobre psicanálise e filosofia.
Em 1997, seu romance de estréia O silêncio da chuva recebeu
os prêmios Nestlé e Jabuti. |
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Títulos de ficção
disponíveis:
O silêncio da chuva
Achados e Perdidos
Uma Janela em Copacabana
Vento sudoeste
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