Pedro Muiambo:
A Enfermeira da Bata Negra
Campo das Letras
166 páginas
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Es ist noch nicht lange her, da schrieb ich in novacultura
euphorisch über Ondjaki, den ich
- zugegebenermaßen viel zu spät - für mich entdeckt hatte.
Ähnlich geht es mir jetzt, nach der Lektüre des ersten Romans von
Pedro Muiambo, dessen Texte ich beispielsweise auf
maderazinco
lange übersehen hatte. Und selbst auf dem Buchmarkt sind seine
Erzählungen bereits seit 1999.
Nun gut, A Enfermeira da Bata Negra war wieder so eine angenehme
Überraschung und aufregende Entdeckung zugleich. Pedro Muiambo schreibt
nicht so poetisch wie Ondjaki, sein Fach ist eher der subtile Humor. Den
aber beherrscht er virtuos. Noch dazu, wo sein Roman in der
Bürgerkriegszeit spielt, deren Realität nun gar wenig Humoristisches
an sich hat. Pedro Muiambo, Jahrgang 1972 beherrscht diesen Spagat, der seine
glänzende Prosa überhaupt erst möglich macht.
A Enfermeira da Bata Negra ist die Geschichte eines Kindes, Isayana
Magaço, das die Welt mit dem eigensinnigen Blick eines Kindes betrachtet,
und es ist die Geschichte der ihn umgebenden Erwachsenen, die, nicht minder
verschroben, diese Welt nach ihren Vorstellungen formen und gestalten. Es
ist die Geschichte der schwarz bekittelten Krankenschwester Maceda Magaço,
die ihren Mann nach der berauschendsten Liebesnacht ihres Lebens verlor,
und es ist die Geschichte verschiedenster liebenswerter und auch weniger
liebenswerter Freaks, verwundete Seelen und Durchgeknallte, die der Krieg
und der Vorkrieg in Mosambik hervorgebracht hat. Insofern erinnert es doch
wieder etwas an Ondjakis O Assobiador.
Ondjaki selbst schreibt im Vorwort zu Muiambos Roman: «Dein Buch ist
angefüllt von Geschichte, die zur Geschichte geworden ist und dazu aus
dem Lehm der zärtlichen Erinnerungen geformt wurde (...) Es ist Zeit,
dass die Kinder unserer Länder den Krieg als etwas bereits weit zurück
liegendes betrachten. Deine Figur Isayana (ein gut gewählter und
schöner Name) erzählt die Geschichte voll spannendem Zauber und
lässt dabei frisches Blut aus der Wunde seiner Kindheit fließen.
Es ist eine traurige Magie, jedoch eine Magie voll von bereits verheilter
Traurigkeit.»
Und es ist zugleich gnadenlos (im besten Sinne dieses Wortes) komisch, wenn
Muiambo sich zu einer «zensurwürdigen Biographie von Samora
Machel» versteigt.
Pedro Muiambo entmystifiziert die großen Gestalten seines Landes, die
wahren und die vielen aufgeblasenen Helden, die seinen Roman bevölkern,
er entmystifiziert den Popanz der Kolonialzeit, die großen Versprechungen
der sozialistischen Revolution und zugleich auch die Schrecken des Krieges
in einer Lässigkeit und Unverschämtheit, die Freude macht,
bis zur letzten Zeile.
Michael Kegler |
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Pedro Muiambo wurde 1972 in Moçambique
geboren, beendet zur Zeit sein Studium der Wirtschaftswissenschaften. in
Maputo. Er arbeitet als Programmdirektor eines mosambikanischen Schulbuchverlages
und publiziert in diversen Zeitschriften in Mosambik und im Ausland.
Sein erster Erzählband Bestiário erschien 1999, im Jahr
2002 veröffentlichte er das Kinderbuch Hawu-Hawu, uma Aventura na
Selva. A Enfermeira da Bata Negra ist sein erster Roman.
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Uma entrevista a Rogério Manjate na
Maderazinco
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Em
Nampula Erro de Perspectiva Origina
Homicídio Crónica de Pedro Muiambo
Alguns textos e o prefácio do livro no
macua.com
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| Há pouco tempo, escrevi euforicamente sobre Ondjaki, que
eu havia "descoberto" tarde demais. Algo parecido acontece agora com Pedro
Muiambo, cujos textos na maderazinco eu tinha ignorado até agora,
assim como os contos que já se encontram disponíveis em livro
desde 1999.
Pois bem, A Enfermeira da Bata Negra é então,
uma destas surpresas agradáveis e exitantes. Conta a estória
(e as estórias) de uma criança Isayana Magaço
que contempla o mundo através do olhar ingênui e esquisito
de uma criança.
Com a mesma ingenuidade, mas sempre menos inocentes, agem os adultos: A
enfermeira Maceda Magaço, que perdeu o marido logo após a melhor
noite de amor de sua vida, e tantos outros "freaks" simpáticos e menos
simpáticos, feridos da alma e simplesmente maníacos, que a
guerra e o tempo antes da guerra produziu. Neste sentido o livro lembra um
pouco o cenário d' O
Assobiador de Ondjaki.
Pedro Muiambo desmistifica as grandes figuras de seu país,
os heróis verdadeiros e aqueles que apenas o fingem ser, e que estão
sempre presentes neste romance. Ele desmistifica os papões do
colonialismo, as grandes promessas da revolução socialista
e também os horrores da guerra - tão folgado e extremamente
sem-vergonha. |
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