Carlos, ein Mosambikaner, kommt in den 80er Jahren durch ein
Studentenaustauschprogramm in die DDR und lernt dort Schillers Theater kennen.
Zurück in seiner Heimat wird es Carlos im Dorf seiner Eltern bald zu
eng: Er will hinaus, in die Stadt, er will Theater machen und mit seinen
Freunden Schillers Räuber inszenieren. Gemeinsam mit dem Autor Mia Couto
und der Theatergruppe Mutumbela Gogo stellt Regisseur Stephan Bruckmeier
Schillers Räuber in den afrikanischen Alltag. Die Schauspieler spielen
Mia Couto und Friedrich Schiller, steigen in das Stück ein, kündigen
Szenen an und kommentieren sie. Oder sie unterbrechen, um aktuelle Diskussionen
aus dem politischen Alltag in Mosambik einfließen zu lassen.
Das Stück unter dem Titel Os Bandoleiros (Die Räuber)
entstand aus einer Zusammenarbeit von Stephan Bruckmeier, Mia Couto und der
Gruppe Mutumbela Gogo und wird nach großem Erfolg in Maputo nun auch
im Rahmen der allgemeinen Schiller-Feierlichkeiten in Deutschland,
Österreich und der Schweiz aufgeführt.
Die erste Aufführung geht am 10. Juni im Rahmen der Schillertage am
Nationaltheater Mannheim über die Bühne. Die Uraufführung
am Theater Rampe in Stuttgart ist am 18. Juni. Anschließend reist die
Gruppe nach Zürich ans Theater Rigiblick (21. - 22. Juni) und ans Wiener
Schauspielhaus (28. Juni bis 2. Juli). Weitere Aufführungen in Stuttgart
sind am 23. bis 25. Juni. |