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Pedro Rosa Mendes: Schwarz LichtPedro Rosa Mendes / Wolf Böwig:
Schwarz Licht
Passagen durch Westafrika
übersetzt von Barbara Mesquita und Michael Kegler

203 Seiten,  
Brandes & Apsel Verlag
EUR 24,--

Pedro Rosa Mendes und der deutsche Fotograf Wolf Böwig haben sich im auftrag von medico international  immer wieder auf den Weg gemacht, um in den letzten Winkeln der westafrikanischen Kriegslandschaften den Geschichten und dem Leiden der Menschen, ob Opfer oder Täter, nachzuspüren. Die Menschen aus Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste oder Guinea, die den globalen Verhältnissen eigentlich nur als Schürfer illegaler Diamanten, als Drogenkonsumenten oder Milizionäre einer globalen Schattenwirtschaft von Interesse waren, gehören ansonsten zur wachsenden Gruppe der "Weltüberflüssigen".

"Staatszerfall, Chaos, die Herrschaft von Warlords, Gewalt gegen Frauen und Kinder sind jedoch nicht afrikanische Eigentümlichkeiten, sondern die Kehrseite einer Globalisierung, in der die Welt zwar näher zusammenrückt gerückt ist, ihre Spaltungen aber tiefer denn je wurden", so Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico international im Vorwort des Buches.

Es gehört fraglos Mut dazu, die Reise in die "Höllen" unserer Zeit anzutreten. Womöglich bewundernswerter aber noch ist die Bereitschaft, sich auf die radikale Negativität dessen einzulassen, was in den Begegnungen und den Gesprächen mit den Menschen aufscheint. "Es ist eine – in ihrer Banalität grausame – Welt, die in unserem Verstand keinen Platz mehr findet, sei es, weil wir sie nicht mehr hören, sei es, weil die Worte, die sie an uns richtet, aus einem befremdlichen oder fremden Wörterbuch stammen, einer Grammatik der Entfremdung, die wir uns nicht zu eigen machen wollen, deren Existenz indes zumindest akzeptiert werden muss", bekennt Pedro Rosa Mendes in Schwarz.Licht..

Pressetext von medico international

Alle auf  www.novacultura.de besprochenen Titel können in Deutschland beim TFM-Zentrum für Bücher und Schallplatten in portugiesischer Sprache bestellt werden: ttp://www.TFMonline.de

Pedro Rosa Mendes, 1968 in Cernache do Bonjardin in Portugal geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und arbeitet als Journalist, unter anderem für die portugiesische Zeitung Público. Bekannt wurde er durch seine Reportagen über die Kriegsschauplätze in Zaire, Ruanda, Afghanistan und Jugoslawien, für die er zweimal mit dem Feature of the Year-Preis ausgezeichnet wurde. Mit Baía dos Tigres (Dt.: Tigerbucht, übers. von Inés Koebel, 2001) legte er 1998 seinen ersten Roman vor, der vom portugiesischen PEN-Club zum Buch des Jahres 2000 gewählt wurde. In Portugal erschien soeben sein Roman Lenin Oil über die Macht des Erdöls in Afrika.


Links zu Schwarz Licht:

Reportagen aus einer Welt des Grauens (Deutschlandfunk)



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© 2005 Michael Kegler, sternstraße 2, 65719 hofheim / novacultura@gmx.de

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