Fernando Molica:
Krieg in
Mirandão
übersetzt von Michael Kegler
192 Seiten, Edition Nautilus
EUR 13,90
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Mirandão ist eine Favela in Rio de Janeiro. Hier herrschen das
organisierte Verbrechen, Drogenhandel und Aussichtslosigkeit. In den Augen
einer Gruppe linksradikaler Studenten der ideale Nährboden für
eine soziale Revolution im Sinne Che Guevaras. Der »Conexão
Revolucionária« gelingt es tatsächlich, ihre theoretischen
Debatten in die Praxis umzusetzen. Auf Vermittlung eines engagierten Geistlichen
entsteht ein gewagtes Zweckbündnis zwischen dem Drogenboss des
»Morro« und der »Conexão Revolucionária«.
Was diese mit allerlei theoretischen Verrenkungen als den Beginn einer
revolutionären Bewegung versteht, ist für »Marra«, den
Drogenboss, schlicht eine Möglichkeit, seine Macht auszubauen. Den
Pistoleros der Drogengang ist es einerlei, ob sie nun Teil der
revolutionären Streitkräfte sind und statt Schutzgeldern nun
Revolutionssteuern erheben, die zu einem Teil in die Infrastruktur der Favela
investiert werden.
Doch in einem Punkt gehen die Revolutionäre entschieden zu weit: Im
Viertel herrscht plötzlich Ruhe. Die Verbrechensrate tendiert gegen
Null, und die Polizei gerät in erheblichen Erklärungsnotstand.
Der zuständige Polizeiboss schmiedet seinerseits ein Kartell, um die
gewohnte Un-Ordnung wieder herzustellen.
Mittendrin ein Journalist, der von all dem höchstens die Hälfte
versteht. Eine liebevoll ironische Karikatur der Zunft, der der Autor selbst
angehört.
Eine scharfsinnige und daher notwendigerweise auch ironische Betrachtung
der politischen und gesellschaftlichen Situation in Brasilien. |
Pressetext des Verlages |
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