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Fernando Molica: Krieg in MirandãoFernando Molica:
Krieg in Mirandão
übersetzt von Michael Kegler

192 Seiten,  Edition Nautilus
EUR 13,90

Mirandão ist eine Favela in Rio de Janeiro. Hier herrschen das organisierte Verbrechen, Drogenhandel und Aussichtslosigkeit. In den Augen einer Gruppe linksradikaler Studenten der ideale Nährboden für eine soziale Revolution im Sinne Che Guevaras. Der »Conexão Revolucionária« gelingt es tatsächlich, ihre theoretischen Debatten in die Praxis umzusetzen. Auf Vermittlung eines engagierten Geistlichen entsteht ein gewagtes Zweckbündnis zwischen dem Drogenboss des »Morro« und der »Conexão Revolucionária«. Was diese mit allerlei theoretischen Verrenkungen als den Beginn einer revolutionären Bewegung versteht, ist für »Marra«, den Drogenboss, schlicht eine Möglichkeit, seine Macht auszubauen. Den Pistoleros der Drogengang ist es einerlei, ob sie nun Teil der revolutionären Streitkräfte sind und statt Schutzgeldern nun Revolutionssteuern erheben, die zu einem Teil in die Infrastruktur der Favela investiert werden.

Doch in einem Punkt gehen die Revolutionäre entschieden zu weit: Im Viertel herrscht plötzlich Ruhe. Die Verbrechensrate tendiert gegen Null, und die Polizei gerät in erheblichen Erklärungsnotstand. Der zuständige Polizeiboss schmiedet seinerseits ein Kartell, um die gewohnte Un-Ordnung wieder herzustellen.

Mittendrin ein Journalist, der von all dem höchstens die Hälfte versteht. Eine liebevoll ironische Karikatur der Zunft, der der Autor selbst angehört.

Eine scharfsinnige und daher notwendigerweise auch ironische Betrachtung der politischen und gesellschaftlichen Situation in Brasilien.

Pressetext des Verlages

Alle auf  www.novacultura.de besprochenen Titel können in Deutschland beim TFM-Zentrum für Bücher und Schallplatten in portugiesischer Sprache bestellt werden: ttp://www.TFMonline.de

Fernando Molica, geboren 1961 in Rio de Janeiro, arbeitete als Journalist für Folha de São Paulo, O Estado de São Paulo und O Globo. Seit 1996 ist er Reporter für TV Globo. Noticias do Mirandão ist sein erster Roman und erschien 2002 in Rio de Janeiro. Seine 2003 erschienene Reportage O Homem que morreu três vezes wurde für den Prêmio Jabuti nominiert. 2005 veröffentlichte er den Sammelband 10 Reportagens que abalaram a Ditadura sowie seinen zweiten Roman Bandeira negra, amor.


Brasilianische Ausgabe:

Ein Auszug aus
Krieg in Mirandão in
Jungle World

Ein Interview mit dem Autor in
Junge Welt
Neues Deutschland


nova cultura (issn 1439-3077) www.novacultura.de
© 2005 Michael Kegler, sternstraße 2, 65719 hofheim / novacultura@gmx.de

TFM-Zentrum für Bücher und Schallplatten in portugiesischer Sprache www.tfm-online.de
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