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José Eduardo Agualusa: As mulheres do meu paiJosé Eduardo Agualusa
As mulheres do meu pai


Publicações Dom Quixote, 2007

Ein Drehbuch für einen Film über die Rolle der Frau im heutigen Afrika sollte José Eduardo Agualusa eigentlich schreiben. So zumindest der Wunsch der englischen Dokumentarfilmerin und Musikerin Karen Boswall, die heute in Moçambique lebt. Die Anfrage inspirierte ihn dann jedoch zu dem Roman «As mulheres do meu pai», der soeben nahezu zeitgleich in Portugal und Brasilien erschienen ist.

Der angolanische Musiker Faustino Manso ist gestorben und hat sieben Frauen hinterlassen, die verstreut in verschiedenen Küstenstädten des südlichen Afrika (Angola, Namibia, Südafrika, Moçambique) leben. Faustinos jüngste Tochter, die in Portugal lebende Laurentina, fliegt nach dem Tod des Vaters, dem sie nie begegnet ist, nach Angola, um dessen weitverzweigte Familie kennenzulernen und eine Dokumentation über das Leben Faustinos zu drehen.

Laurentina reist auf der Suche nach ihren Wurzeln mit ihrem Freund Mandume übers Land, der ihr beim Dreh der Dokumentation behilflich sein soll. Mandume wiederum, ein Portugiese angolanischer Herkunft, ist sehr skeptisch, was diese Reise angeht. Hartnäckig negiert er seine angolanischen Wurzeln, die unterschiedlichen Auffassungen von Laurentina und Mandume zu Ihrer Identität stellen ihre Beziehung auf eine harte Probe und ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman.

Parallel zur Romanhandlung dokumentiert José Eduardo Agualusa seine eigene Reise durch das südliche Afrika, die er zu Recherchezwecken zusammen mit Karen Boswall und dem Fotografen Jordi Burch im Jahr 2005 unternommen hat. Schauplätze für den späteren Film sollten gefunden werden.

So ist eine Mischung aus Fiktion und Dokumentation entstanden, die manchmal ein bisschen an Pedro Rosa Mendes' «Baía dos Tigres» erinnert, aber trotz aller Probleme bei weitem beschwingter daherkommt – was sicher auch daran liegt, dass die Musik in diesem Roman eine ganz wichtige Rolle spielt.

Petra Noack (Frankfurt am Main)


Todos os livros e CDs apresentados na novacultura estão disponíveis na Alemanha através do TFM-Centro do Livro e do Disco de Língua portuguesa: http://www.TFMonline.de

José Eduardo Agualusa [Alves da Cunha], geboren in Huambo, Angola (1960), lebt als Schriftsteller und Journalist in Portugal, Angola und Brasilien.
Seine Bücher sind in einige europäische Sprachen übersetzt worden. Bis jetzt ist ein Roman Agualusas auf Deutsch erschienen. „Nação Crioula“, dt.: Ein Stein unter Wasser « (1999) bei DTV, der inzwischen leider vergriffen ist.

2006 gründete er den brasilianischen Verlag » Língua Geral «, der nur Werke herausgibt, die ursprünglich auf portugiesisch geschrieben wurden.


Podcast:
José Eduardo Agualusa spricht mit Francisco José Viegas über sein neues Buch auf:
http://multimedia.rtp.pt (ca. 38 MB
)
TFM Centro do Livro e do Disco de Língua PortuguesaDieses Buch ist in Deutschland bei TFM erhältlich




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