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Xavier Queipo: Bebendo o MarXavier Queipo
Bebendo o mar

198 páginas
Ed. Xerais de Galicia, 2001

Trad. de Dina Almeida
Deriva Editores, 2003

Ins Meer, wohin sonst?

Der in Kalifornien lebende galicische Übersetzer Francis, frisch liiert mit der irischen Informatikerin Rose, also multikulturell veranlagt und weltgewandt offen für Neues, bekommt von seinem amerikanischen Verleger den Auftrag, einen bis dahin völlig unbekannten portugiesischen Autor ins Englische zu übersetzen, von dem der Verleger gehört haben will, dass er noch in diesem Jahr den Nobelpreis erhalten werde.
Es handelt sich dabei um einen ältern Herrn mit einer auffälligen Brille, und das Buch um das es geht, ist die Stadt der Blinden, Saramagos Ensaio sobre a Cegueira – der Versuch über die Blindheit. Vier Monate Zeit handelt Francis aus, um diesen ihm völlig unbekannten Autor und sein Werk zu verstehen und zu übersetzen. Seine große Chance, endlich bekannt zu werden und Autoren übersetzen zu dürfen, die ihn wirklich interessieren.

Doch kurz zuvor hatte er dieses Gespräch mit seinem Augenarzt, der ihm eine unheilbare Augenkrankheit attestierte, die innerhalb eines halben Jahres unweigerlich zur Erblindung führen wird. Saramagos fiktionaler Vesuch über die Blindheit soll auch zu seinem Meisterwerk, dem Höhepunkt und schließlich Ende seiner Karriere werden. Ein realer Versuch über die Blindheit und ein Kampf gegen die gnadenlos verrinnende Zeit.

Das Eintauchen in das Universum Saramagos, die Übersetzung seines Romans, wird für Francis auch zur erst litararischen, dann tatsächlichen Rückkehr zu seinen eigenen Wurzeln, von der Westküste Amerikas an die Westküste Europas: Galicien. Und darüber hinaus.
Denn schließlich kehrt er, an Fernando Pessoas pathetisch-poetische Pose gemanend, Europa den Rücken, begnügt sich aber nicht mit dem Blick ins Unendliche, sondern schwimmt hinaus aufs offene Meer. Navegar é preciso, viver não é preciso …
Die Diskette mit der Übersetzung lässt er zurück, wohlgeordnet und druckfertig für den posthumen Ruhm.

«Erst zögerte Rose, doch dann vertiefte sie sich in Francis' Computer und löschte alle Verzeichnisse. Nichts sollte übrig bleiben, niemand sollte ihm seine Arbeit rauben können, das, woran sein Herz gehangen hatte, sein Projekt, seine Illusionen, alles, was für ihn in den vergangenen Monaten Lebenszweck gewesen war. Und danach nahm sie die Diskette, die Francis zur Seite gelegt hatte mit der Anweisung, sie an Martin zu schicken und löschte auch darauf alle Verzeichnisse. Martin würde bekommen, was er verdiente, die leeren Verzeichnisse, blind, ohne ein Wort, stumm und unwiederbringlich verloren ...»


-mk-




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Todos os livros e CDs apresentados na novacultura estão disponíveis na Alemanha através do TFM-Centro do Livro e do Disco de Língua portuguesa: http://www.TFMonline.de

Xavier Queipo. Foto: Ce-Tomé

Xavier Queipo (Foto: Ce-Tomé) wurde 1957 in  Santiago de Compostela geboren, ist Biologe und Mediziner und lebt sei 1989 in Brüssel.
Als Erzähler trat er 1990 zum ersten Mal mit dem Roman  Ártico e outros mares in Erscheinung. Neben einem guten Dutzend Romane und Erzählbänden veröffentlichte er auch Kinderbücher und Gedichte sowie Übersetzungen aus dem Französischen und Englischen.
In Portugal erschien zuletzt sein Roman Os ciclos do Bambú (Deriva Editores 2005 /  Editorial Galáxia 2004). In Spanien (Galicien) veröffentlichte er 2007 den Roman Dragona (Edicions Xerais de Galicia 2007).

Website: www.xavierqueipo.com


Francis, tradutor galego, radicado na Califórnia conhece Rose, informática e irlandesa. Martin, seu editor norte-americano pede-lhe para traduzir para o inglês a sua obra do momento: trata-se de um tal Saramago que, nesse ano, vai ser de certeza um Prémio Nobel. A obra deste ainda desconhecido escritor português chama-se "Ensaio sobre a Cegueira".
Obras disponíveis:

Papaventos
(Ed. Xerais de Galicia 2001)

– Bebendo o mar
(Ed. Xerais 2001 / Deriva 2003)

O ladrón de esperma
(Edicions Xerais 2002)

O espello e o ladrón
(livro infantil, Ed. Xerais 2005)

Os ciclos do bambú
(Galáxia 2004 / Deriva 2005)

Dragona
(Edicions Xerais 2007)


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