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Rosemarie Oesselmann:
Wege der Veränderung. Migrantinnen in Ost-Amazonien
Aspekte der Brasilienkunde 22
206 Seiten
Brasilienkunde Verlag
DM 29,80
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Binnenmigration ist eines
der prägenden Phänomene der brasilianischen Gesellschaft. Beginnend
mit den verschiedenen Besiedelungsströmen zu Beginn der Kolonialzeit
ist die brasilianische Bevplkerung bis heute nicht zur Ruhe gekommen. Der
Strom der Zuwanderer aus den nordöstlichen Dürreregionen in die
Industriezentren des Südens reißt seit Jahren nicht ab. Wesentlich
unspektakulärer und bisweilen unbemerkt geschieht die Migration aber
auch in enger umgrenzten Räumen, innerhalb des jeweiligen Bundesstaates
oder einer Region.
Die Ethnologin Rosemarie Oesselmann, die mit diesem Band ihre Dissertation
an der Universität Hamburg veröffentlicht, hat sich für ihre
Arbeit auf die Lebensgeschichte, Beobachtungen und Selbstwahrnehmung von
9 Frauen aus der Amazonas-Region konzentriert. Vorrangiges Ziel auch dieser
Migrantinnen ist das städtische Umfeld, die Großstadt Belém,
die unter vielen Gesichtspunkten bessere Lebensbedingungen verspricht. Doch
oft gleicht die Migration einer leidvollen Odyssee, deren Ziele sich nur
selten erfüllen. Ein Schicksal, das sie mit Millionen Migrant/innen
in ganz Brasilien teilen, wobei der weibliche Blickwinkel noch weitere
Problemfelder aufzeigt, die im Zusammenhang mit der sozialen Stellung der
Frau in den ärmeren Bevölkerungsteilen Brasiliens stehen.
Eine umfangreiche Untersuchung des sozialen und historischen Kontextes der
Migration in Brasilien lassen keinen Zweifel daran, dass generelle Aspekte
von Oesselmanns Forschungsarbeit auch auf ganz Brasilien übertragbar
sind. (mk) |
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