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Pero Vaz de Caminha:
Das Schreiben über die Entdeckung Brasiliens (1500)


Das Schreiben des Pêro Vaz de Caminha an König Manuel von Portugal. Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Robert Wallisch

155 Seiten, farbige Abbildungen
TFM-Verlag
ISBN 3-925023-82-6
DM 34,--


Am 9. März 1500 verlassen dreizehn Schiffe den Hafen von Lissabon, um Kurs auf Indien zu nehmen. Doch am 22. April stößt der Verband mitten im südlichen Atlantik unerwartet auf Land. Der Flottenkapitän Pedro Álvares Cabral beschließt, die vermeintliche Insel zu erkunden, und sein Schreiber Pêro Vaz de Caminha beginnt ein einzigartiges und packendes Journal anzufertigen, in dessen Mittelpunkt die Schilderung der wundersamen Begegnung mit den dort lebenden Ureinwohnern steht. Der von beiden Seiten her sanfte und respektvolle Umgang miteinander erzeugt bald Gefühle der Freundschaft und Wertschätzung. Portugiesen und Indios tanzen und feiern zusammen. Die behutsame Führung Cabrals dämpft den Übermut seiner Männer und verhindert Übergriffe. Pêro Vaz de Caminha träumt vom Paradies...”, so der Klappentext der soeben erschienenen neuen Übersetzung der legendären „Carta” des Pêro Vaz de Caminha.

In der Tat ist dem österreichischen Philologen Robert Wallisch in sorgsamer Quellenarbeit eine Übersetzung gelungen, die allen wissenschaftlichen Anforderungen in der Behandlung eines historischen Dokumentes Rechnung trägt und zugleich die Qualität dieses Textes als literarische Äußerung würdigt und hervorhebt. Der Brief des Pêro Vaz de Caminha offenbart sich in dieser streng am portugiesischen Original orientierten Fassung als ein literarisches Kleinod, das sich von der ersten bis zur letzten Seite spannend liest.

Neben dem portugiesischen Originaltext und der deutschen Übersetzung mit ausführlichen Kommentaren und Anmerkungen, enthält der Band ausführliche biographische Notizen zu Pedro Álvares Cabral und Pêro Vaz de Caminha unter der Überschrift „Der Dichter und sein Held”, sowie ein Nachwort zum Stand der Forschung zur Geschichte der Entdeckung Brasiliens. (mk)


Robert Wallisch wurde 1966 in Wien geboren, studierte klassische Philologie und Romanistik und promovierte über Platons vorsokratische Ontologie. Seit 1996 ist er als Lektor für Latein an der Universität Wien tätig. Sein Hauptforschungsgebiet ist die lateinische und portugiesische Entdeckerliteratur der frühen Neuzeit. Zu diesem Thema veröffentlichte er unter anderem: G.C.Fernberger, Reisetagebuch (Peter Lang Verlag, 1999) und Kolumbus, der erste Brief aus der neuen Welt (Reclam 2000).

Die vorliegende Ausgabe des Textes von Pêro Vaz de Caminha ist die erste deutsche Übersetzung, die auf dem portugiesischen Originaltext basiert. Der umfangreiche Kommentar behandelt neben quellenkundlichen, nautischen und ethnographischen Fragen auch ausführlich alle philologischen und geistesgeschichtlichen Aspekte des Briefes, der in dem Buch nicht nur in deutscher Übersetzung wiedergegeben, sonder auch im portugiesischen Original dokumentiert wird.








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