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Presseerklärung
vom 18. Juni 2001:
29. Deutscher Ev. Kirchentag beschließt
Resolution zu Angola:
Solidarität mit den Aktiven gegen den Krieg in Angola
Am 15. Juni verabschiedete der 29. Deutsche Ev. Kirchentag die Resolution
Solidarität mit den Aktiven gegen den Krieg in Angola,
die von Connection e.V. und der Angolanischen Antimilitaristischen
Menschenrechtsinitiative (IAADH) eingebracht wurde. Darin beschlossen die
Teilnehmer des Forums Afrika "mit einer klar erkennbaren Mehrheit" den "Schutz
für Flüchtlinge aus Angola!" und forderten die Bundesregierung
auf, "keine Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Kriegsgebieten Afrikas
abzuschieben".
In der Resolution heißt es: "Immer mehr junge Männer und Frauen
entziehen sich den Zwangsrekrutierungen beider Parteien, verweigern den
Kriegsdienst oder desertieren. Aufgrund der bestehenden Repressionen, des
Verschwindenlassens, Folter oder des Front-Einsatzes als Kanonenfutter sehen
viele politisch Aktive und Kriegsdienstverweigerer nur die Möglichkeit
der Flucht. In Deutschland werden sie aber im Asylverfahren abgelehnt und
abgeschoben. Sie werden der Gefahr des Verfolgung ausgesetzt und ihrem Schicksal
überlassen."
Connection e.V. und die IAADH wiesen auch darauf hin, dass die zentralen
Kontrahenten in Angola, die 'Nationale Union für die Unabhängigkeit
Angolas' (UNITA) und die aus der 'Volksbewegung für die Befreiung Angolas'
(MPLA) gebildete Regierung keinerlei Interesse zeigen, den Krieg zu beenden
und durch Verbündete in aller Welt unterstützt werden.
Exemplarisch hervorgehoben wurde in der Resolution die Vergabe von Krediten
durch deutsche Banken: "Bayerische Hypotheken, Bayerische Landesbank, Hypo-Bank
und Dresdner Bank Luxemburg".
"Es geht darum, die Zusammenarbeit mit den Kriegführenden einzustellen
und alle friedensbewegten Menschen der angolanischen Zivilgesellschaft zu
unterstützen", betonte Emanuel Matondo, Sprecher der IAADH, im Anschluss
an das Forum: "Die Aktiven gegen den Krieg in Angola brauchen unsere
Solidarität, um mehr Kraft zu haben für ihren wichtigen Kampf gegen
Menschenrechtsverletzungen, Barbarei und für den Frieden in Angola."
Eine
Broschüre zur Situation von
Kriegsdienstverweigerern in Angola erschien im Mai. Nähere Informationen
dazu finden sich auch im Internet unter
www.Connection-eV.de
oder per Post über
Connection e.V.
Gerberstr. 5
63065 Offenbach
Tel.: 069-82375534
Fax: 069-82375535
Email: office@Connection-eV.de.
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