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Carlos Bica / Ana Brandão:
Diz
enja 2001
DM 30,-- |
Als Bassist ist Carlos
Bica fester Bestandteil der Jazz-Szenen in Portugal und Deutschlands
und natürlich erst recht dort, wo sich Überschneidungen ergeben.
Ihm ist es unter anderem zu verdanken, dass Maria João ihre ersten
Erfolge in Deutschland feierte, und mit seiner damaligen Formation Cal Viva
nahm sie auch ihre erste portugiesische Platte SOL auf. Darüber
und über anderen Zusammenarbeiten (z.B. mit Pedro Abrunhosa oder Carlos
do Carmo) werden gerne die Soloprojekte vergessen, die ja das eigentliche
Renomée des Bassisten Bica ausmachen. Immerhin wurde sein Album AZUL
1997 zur portugiesischen Jazzplatte des Jahres gewählt und enthusiastisch
international gefeiert. Im nächsten Projekt (TWIST) hieß bereits
die Band Azul und eine gewisse Ana Brandão sang
als Gast auf zwei Stücken mit.
Sie ist auf DIZ nun Partnerin, und wie es so eine Eigenheit des als lyrisch
und melodisch beschriebenen Kontrabassisten Bica ist, hält er sich selbst
dezent im Hintergrund, lässt der Stimme allen Raum, dem die StreicherInnen
Katharina Gramss und Mike Ruthledge sowie der Pianist
João Paulo Rahmen und Struktur verleihen. Ein Meisterstück
des Arrangeurs C. Bica!
Sein Quintett erweist sich dabei als extrem wandlungsfähig.
Von sehr melodisch bis hin zu experimenteller Stimmakrobatik, die an (Verzeihung)
Maria João in frühen Jahren erinnert, von furiosen Klangkaskaden
bis zu wohltemperiertem Minimalismus reicht das Repertoire, das sich insgesamt
zu einer sehr runden Produktion gruppiert. Ein Hör-Erlebnis, wie man
es von Bica und Co. auch kaum anders erwartet hat. (mk) |
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Carlos
Bica & Azul: Twist
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