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Kapa Dêch:
Katchume
Lusafrica 1998
DM 33,-- |
Auf interessante
Neuerscheinungen aus Moçambique haben wir lange gewartet, um dann
feststellen zu müssen, dass wir zumindest eine übersehen hatten:
Kapa Dêch, die 1997 auf dem Crossroads-Festival als beste Band
des südlichen Afrika ausgezeichnet wurden. Das Album erschien 1998 bei
Lusafrica in Paris, wo man nicht nur mit Cesária Évora, sondern
beispielsweise mit der Wiederentdeckung von N'Kassa Kobra im Jahre 1995 und
so manchem anderen gerne beweist, dass man auch jenseits des Mainstreams
zu investieren bereit ist.
Kapa Dêch zelebrieren auf ihrem Album die gelungene Fusion aus "Roots",
Popmusik und zeitkritischen Songs und erbringen damit den Beweis, dass es
möglich ist, "Gute-Laune-Musik" anspruchsvoll zu produzieren.
Der Gruß an Stewart Sukuma im Innenteil des leider spärlichen
Covers ist nicht ganz zufällig, denn wie er scheuen sie sich nicht,
vor die ganze Popmusik der Welt als Inspirationsquelle zu nutzen, sie als
eine der musikalischen Wurzeln anzuerkennen.
Das faszinierende an der Arbeit von Kapa Dêch ist aber, dass es den
Musikern scheinbar mühelos gelingt, traditionelle moçambikanische
(oder lusoafrikanische) Songstrukturen in die Schemata des Blues, des Reggae
und anderer Spielarten einzufügen, funkige Bläser und Timbilas
zu kombinieren, ohne dass dies an irgendeiner Stelle künstlich oder
gezwungen wirkt. (mk)
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