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Rita Ribeiro:
Pérola aos Povos
Putamayo / Exil 2000
DM 35,-- |
Der Titel erinnert an die
hintergründigen Wortspiele eines Chico César, und das verweist
bereits auf die musikalische Ecke, aus der auch Rita Ribeiro kommt. Wie so
viele Protagonistinnen der Nova MPB, die nicht zufällig auch gern als
"nova música nordestina" katalogisiert wird, kam sie irgendwann aus
dem Norden (in ihrem Fall São Luís do Maranhão) nach
São Paulo, trieb sich dort eine Weile im schillernden Umfeld der
musikalischen Avantgarde herum, die, so paradox es klingen mag, schon seit
einiger Zeit eher in den "roots" als in hochfliegenden Experimenten den
musikalischen Stein der Weisen gefunden hat.
Was Rita Ribeiro betrifft, sei hier, weil es so schön formuliert ist,
das Informationsblatt von Exil Musik zitiert, wo Rita Ribeiro in Deutschland
beheimatet ist:
"Die Schätze dreier Kulturen funkeln in der Tradition der dortigen
Nordküste: die der Indianer, Schwarzen und Weißen. Die Maranhenser
verfügen deshalb über einen außerordentlich reichen Fundus
an Klangmaterial (...) Die nahe Karibik schließlich tut ihr Übriges,
denn von dort weht ganz stark der Reggae hinüber."
All das ist bei Rita Ribeiro zu spüren, wobei klare Songstrukturen
dominieren, was bei einer solchen Stimme auch kaum verwunderlich ist. mk
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